T-Shirts sind heute eines der beliebtesten Kleidungsstücke der Welt. Spätestens seit den 60er Jahren und den speziellen Drucktechniken kennt man es auch bunt, mit Motiven und/oder mit Sprüchen darauf.

Ursprünglich wurde das T-Shirt als Kleidungsstück vom Militär zum Beginn des 1. Weltkrieges in Auftrag gegeben. Es ging darum, einen Ersatz für die schwere wollene Unterbekleidung zu finden. Das leichte und bequeme Resultat, fand von Beginn an seine Liebhaber. Es wurde von amerikanischen Soldaten während des Ersten Weltkriegs in Europa eingeführt und anschließend von den Truppen anderer Nationen übernommen.
Doch auch in zivilen Kreisen sprach sich das sehr angenehm zu tragende Wäschestück schnell herum. Aufgrund der enormen Popularität dieses Unterhemds wurde es 1920 offiziell als T-Shirt in das englische Vokabular aufgenommen. Den Namen „T-Shirt“ verdankt dieses Baumwollhemd seiner T-Form, weshalb es gelegentlich auch als T-Hemd bezeichnet wird.
Im Deutschen kannte man das dem T-Shirt ähnliche Leibchen, dessen genaue Herkunft leider ungewiss ist. Es fand jedoch seinen Eintrag im Wörterbuch in den 20er Jahren. Auch Rudersportler trugen es als Trainingskleidung unter der Bezeichnung „Ruderleibchen“.
Die Seeleute werden am häufigsten als Ursprung vermutet: Schon lange trugen sie ein dem T-Shirt ähnliches Takelhemd, das schon keine Knopfleiste auf der Vorderseite hatte. Die kurzen Ärmel, die es vom Unterhemd unterscheidet, soll es dagegen von der Marine her haben, entweder für die prüden Augen der Königin Victoria bei einer Inspektion der Royal Navy um 1900, bei einem Modell von Henley von 1901, dem "T-shaped undershirt" (im Gegensatz zum heute bekannten ärmellosen Unterhemd, dem "A-shaped undershirt"), bei oder bei der Ausfertigung eines "training shirt" für die US Navy (im Gegensatz zum lange unpopulären "tank shirt"), um nur die häufigsten Theorien zu nennen.
Auch in der englischen Geschichtsschreibung gibt es eine eigene Theorie für die Entstehung des T-Shirts. Der dortige Adel bevorzugte es, dem Personal das Tragen eines kurzärmligen Leinenhemdes zu gestatten. Gerade die hartnäckige Gerbsäure von schwarzem Tee führte zu dauerhaften Flecken auf der langärmligen Variante. Diese Ausnahme galt jedoch nur während dem Servieren des Tees, daher zielt der Autor dieser Theorie auf die in England auch benutzte Schreibweise "Tea-Shirt".